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Fachbegriffe verständlich erklärt( Nachricht vom: 13.8.2010 )

In dieser Rubrik startet Techkom eine Folge von Fachbegriff Erläuterungen, die jedem Anwender in der Praxis begegnen kann und zum besseren Verständnis in der Technikwelt dienen soll.

  • analog / digital

Bei analogen Übertragungen von Signalen (etwa von Ton und Bild) werden die Informationen durch durch einen Spannungsverlauf übermittelt. Nachteil: Oft wird das Signal durch "Rauschen" oder Verzerrungen verfälscht. Das führt zu Störungen. Bei der digitalen Übertragung gibt es nur zwei Werte, nämlich "0" und "1". Bei einem verfälschten Signal kann der Empfänger "0" und "1" trotzdem verwerten, weil alle Spannungen über dem Schwellenwert als "1" erkannt werden. Auf CD`s und DVD`s sind die 0/1- Daten in Form von Vertiefungen gespeichert, auf Festplatten sind es magnetisierte Stellen.

  • Arbeitsspeicher (RAM)

Der Arbeitsspeicher ist mitverantwortlich für die Leistung des Computers. Je mehr Arbeitsspeicher eingebaut ist, desto schneller kann der PC große Dateien (etwa Bilder oder Videos) bearbeiten. Seine Größe wird in Megabyte oder Gigabyte angegeben.

  • Betriebssystem/-Programm

Ein Computer kann ohne Betriebssystem nicht arbeiten. Es wird nach dem Start geladen und stellt die Grundfunktion zum Arbeiten bereit. Vom Betriebssystem aus lassen sich weitere Programme starten. Das am weitesten verbreitete Betriebssystem ist Windows, kostenlos gibt es von verschiedenen Anbietern Linux.

  • Bildpunkte (Pixel)

Das Bild eines monitors und digitale fotos setzen sich aus "Pixeln" zusammen. Die Bildpunkteanzahl "Auflösung" wird in einem Zahlenpaar angegeben, etwa 1366x768 (wagerecht mal senkrecht). Je höher die Auflösung ist, desto mehr Details kann ein Bildschirm darstellen und desto größer können Fotos ohne Qualitätsverlust ausgedruckt werden.

  • Bluetooth

Bluetooth ist eine funktechnik, mit der zum Beispiel Handys und Notebooks Daten austauschen können. Aber auch einige kabellose Tastaturen, Mäuse und Handy-Sprachgarnituren funken mit dieser Technik. Geräte der Leistungsklasse 2 haben eine Reichweite von rund 10 Metern.

  • Blu-ray Disc/ CD-/ DVD-Rohlinge

Blu-ray Disk, CD`s und DVD`s (Rohlinge) sind Speichermedien für dateien. Leere CD`s fassen bis zu 800 Megabyte. Auf einschichtige DVD`s ist Platz für bis zu 4,38 Gigabyte, auf zweischichtigen (Double Layer) für knapp 8 Gigabyte. Die meistverkauften Scheiben haben die Formate CD-RW. DVD-RW/+RW und DVD-RAM. Blu-ray Discs sind so groß wie herkömmliche DVD`s. Einschichtige Scheiben speichern aber bis 25 Gigabyte, zweischichtige (BD-RDL, BD-RE DL) sogar bis zu 50 Gigabyte.

  • Brenngeschwindigkeit

Die Brenngeschwindigkeit wird bei CD- und DVD-Brennern als x-fache Geschwindigkeit angegeben. Rechengrundlage ist das 1-fache Tempo der ersten Laufwerke. CD-Laufwerke übertrugen 150 Kilobyte pro Sekunde, DVD-Laufwerke 1350 Kilobyte pro Sekunde. Mit 8-facher Geschwindigkeit liest oder schreibt ein Laufwerk demzufolge 8 mal so schnell. In der Praxis werden Spitzenwerte allerdings nur am äußeren Rand der Silberlinge erreicht.   Die Durchschnittliche Brenngeschwindigkeit ist deshalb aussagekräftiger.

  • Datei-Endung/-Format

Die letzten Buchstaben hinter dem Punkt im Dateinamen heißen Datei-Endung. Sie gibt an, um welches Format es sich handelt. Mit dem Programm World gespeicherte Texte haben zum Beispiel die Endung "doc", bei Bildern ist das am weitesten verbreitete Format "jpg".

  • Datenbank

In einer Datenbank lassen sich Millionen Daten, etwa Musikstücke, speichern und miteinander verknüpfen. Mit der eingebauten Suchfunktion können einzelne Informationen gezielt wiedergefunden werden.

  • Datenrate

Die Datenrate bezeichnet die größtmögliche Datenmenge, die sich in einer Sekunde übertragen lässt. Sie wird in Bit pro Sekunde gemessen. Weitere Maßeinheiten sind kbps (Kilobit pro Sekunde) und Mbps (Megabit pro Sekunde). Im Fall von Musikdaten gibt die Datenrate an, wie stark die Tondateien beim platzsparenden Speichern "geschrumpft" wurden. Je höher die Datenrate, desto besser ist in der Regel der Klang.

  • DSL/VDSL

DSL steht für "Digital Subscriber Line" (auf Deutsch: "digitale Teilnehmer-Anschlussleitung"). DSL 1000 ist bis zu 16-mal und DSL 16000 bis zu 250-mal schneller als herkömmliche Technik (Modem; ISDN). Das ist schnell genug fürs telefonieren übers Internet ("Voice over IP"). Mit DSL 16000 lassen sich sogar Filme "live" ansehen. Die Datenübertragung läuft zwar übers Telefonkabel, aber das Telefon lässt sich parallel nutzen. Von T-Home und anderen Anbietern gibt`s in ausgewählten Städten VDSL-Anschlüsse mit Datenraten von 25000 kbps und 50000 kbps. Dabei wird ein Teil des Kabelnetzes durch Glasfasern ersetzt, der Hausanschluss erfolgt nach wie vor über Kupferleitungen.

  • DVB-C/-T/-S/-S2

DVB steht für digital ausgestrahltes Fernsehen. Die Buchstaben dahinter geben den Übertragungsweg an: DVB-C steht für Digital TV über Kabel, DVB-T für Antennenempfang und DVB-S sowie DVB-S2 für Satellitenübertragung. Für alle Empfangsarten lassen sich TV-Karten in den PC einbauen. USB-Empfänger gibt`s hauptsächlich für DVB-T. Für den Empfang von hochauflösenden HDTV-Sendungen, die zurzeit Sky sowie ARD, ZDF, RTL und viele andere Sender ausstrahlen, ist bei der Übertragung per Satellit eine S2-Karte notwendig.

  • Festplatte/-speicher

Festplatten zum speichern großer Datenmengen sind z.B. in PC`s und einigen Handys eingebaut. Bei aktuellen Computern ist zurzeit eine Festplattengröße von rund 1 Terabyte Standard, bei Notebooks sind es 500 Gigabyte. Nach dem Ausschalten der Geräte bleiben die Daten auf der Festplatte gespeichert. Einige Hersteller, etwa Intel, bieten SSD-Festspeicher ("Solid State Drive") mit bis zu 512 Gigabyte an. Sie sind robust, geräuschlos und stromsparend, aber noch sehr teuer.

  • Firewall

Eine Firewall (wörtlich:Brandmauer) ist in fast alle Router eingebaut. Sie schützt die angeschlossenen Computer vor Hackerangriffen aus dem Internet. Es gibt auch Firewall-Software, die zusätzlich den ausgehenden Datenverkehr kontrolliert und warnt, wenn Programme heimlich Daten ins Internet senden.

  • GPS

Das "Global Positioning System" ist ein Ortungssystem, das Satellitensignale nutzt. GPS-Empfänger können so ihre aktuelle Position bis auf wenige Meter genau bestimmen. Diese Technik nutzt z.B. die Navigationstechnik für die Streckenführungen.

  • Grafikkarte/ -prozessor

Die Grafikkarte ist für die Bilddarstellung auf dem Monitor zuständig. Auf der Karte befinden sich der Grafikspeicher und ein Prozessor. Je leistungsfähiger der Prozessor ist und je mehr Grafikspeicher zur Verfügung steht, desto komplexere Bildsequenzen können ruckelfrei dargestellt werden. Das ist besonders wichtig bei grafisch aufwendigen PC-Spielen.

  • Hertz / Kilo- / Mega- / Gigahertz

Hertz (Hz) ist die Maßeinheit für die Frequenz, also dafür, wie oft sich Ereignisse wiederholen. 1 Hertz steht für eine Schwingung pro Sekunde. 1 Kilohertz (kHz) entspricht 1000 Schwingungen, 1 Megahertz (MHz) 1 Million und 1 Gigahertz (GHz) 1 Milliarde Schwingungen. In Mega- / Gigahertz gibt man die Arbeitsgeschwindigkeit eines Prozessors an. (Taktgeschwindigkeit)

  • Internet- Zugriffsprogramm (Browser)

Der Browser stellt Internetseiten dar. Der Internet Explorer von Microsoft ist fester Bestandteil des Betriebssystems Windows. Eine inzwischen bessere Alternative und der gefährlichste Konkurrent von Explorer ist Mozilla Firefox und inzwischen Marktführer geworden. Es gibt noch Opera, welche von sich behauptet der schnellste Browser zu sein aber mit 1,8 Prozent Marktanteil an fünfter Stelle, Google Chrome- seit 2008 auf Erfolgskurs liegt knapp hinter  Safari von Apple, welcher seit Januar 2003 auf dem Markt integriert wurde. Netscape- einst Marktführer und Vorreiter der Browsergeschichte ist gänzlich unbedeutend geworden und nicht mehr weiterentwickelt und wird auch nicht mehr supportet. Unbekannter sind Lynx, WYZO, Mosaic ...

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